Direkte Demokratie endlich auch in Deutschland durchsetzen

Udo Voigt, NPD-Parteivorsitzender zur geplanten Volksabstimmung in Griechenland
Unser Aktionswochenende zum Beginn der Kampagne „Raus aus dem Euro“ war ein voller Erfolg. Ich danke allen teilnehmenden Kameraden und Verbänden. Die NPD hat es damit geschafft, sich als einzige Euro-kritische Partei in Deutschland zu profilieren. Diesen Weg gilt es, konsequent fortzuführen.
Die deutschen Bürgschaften zur Rettung des Euros wurden am 29. September 2011 auf sagenhafte 211 Milliarden erhöht. Zur Erinnerung: Am 7. Mai 2010 wurde das erste Rettungspaket für Griechenland mit 22,4 Milliarden abgesegnet. Schon 14 Tage später reichte das nicht mehr aus und der Bundestag sicherte 123 Milliarden Euro ab. Der Bundestag hat am 25. Oktober 2011 mit 503 von 596 Stimmen für die Stärkung des Euro-Rettungsschirms durch die Anwendung eines finanztechnischen Hebels das maximale Kreditvolumen und damit auch das Risiko für den deutschen Steuerzahler vervielfacht. Die Märkte beruhigten sich, der Euro schien gerettet. Man zeigte sich in Berlin erleichtert und glaubte, den richtigen Schritt in Sachen Euro-Rettung getan zu haben.
Jetzt hat der griechische Ministerpräsident etwas getan, was für unser Volk in der BRD unmöglich ist. Er hat angekündigt, daß die Entscheidung über das Brüsseler Hilfspaket Anfang 2012 das griechische Volk in einer Volksabstimmungdarüber treffen soll, ob es das damit einhergehende Sparpaket mit trägt.Allein diese Ankündigung verursachte Milliarden-Verluste an den Märkten.Europas Banken verlieren an einem Tag 28 Milliarden an Wert!
In den Augen der Brüsseler Kommissare und ihrer Helfershelfer in Berlin geschieht etwas Schreckliches. Das Volk soll gefragt und um Zustimmung gebeten werden. Da läuten in nahezu allen westlichen repräsentativen Demokratien und ihren Lobbyisten an den Börsen die Alarmglocken. Ein Volk kann man nicht so leicht korrumpieren, wie Abgeordnete. Wie auch immer die genaue Frage lauten wird, über die die Griechen bald abstimmen dürfen, im Endeffekt wird es auf eine Abstimmung über den Verbleib in der europäischen Währungsunion hinauslaufen. Ein Nein würde sämtliche Hilfsvereinbarungen der vergangenen zwei Jahre und damit den Rettungsschirm hinfällig machen. Die gesamte Eurowährung stünde dann auf der Kippe.
Es bleibt zu hoffen, daß das griechische Volk sich seine Vernunft bewahrt hat und den Euro-Unsinn stoppt. Als Parteivorsitzender der NPD wünsche ich den Griechen und allen Völkern Europas die Rückkehr zur Souveränität und damit zu einer eigenen Währung, welche die Wirtschaftskraft des eigenen Landes wiederspiegelt und die Völker nicht zu abhängigen Dauerschuldnern einiger Finanzhaie der Wallstreet werden läßt.
Berlin, 01.11.2011
Dipl.sc.pol. Udo Voigt
Parteivorsitzender